Freitag, August 14, 2009

newertechnology miniStack v3

Da ich schon länger nach einer backup-Lösung und einer externen Festplatte für mein 2007er macbook pro gesucht habe, bin ich letzte Woche auf einem Mac mini-Forum auf das externe Gehäuse "miniStack v3" von newertechnology gestoßen. Ich besitze zwar bereits ein 500GB myBook von WesternDigital. Das habe ich aber in NTFS formatiert, damit ich es auch für den PC nutzen kann. Um mit dem macbook pro darauf zugreifen und auch Daten schreiben zu können, habe ich mir NTFS für Mac OS X von Paragon-Software gekauft. Das funktioniert tadellos. Wie ich etwas später leider feststellen musste, kommt Time Machine, die in OS X enthaltene backup-Lösung, damit natürlich nicht zurecht und braucht das Apple eigene HFS+-Dateisystem. Hab daher meine Daten zunächst manuell auf dem myBook gesichert.
Da ich aber einmal eine automatische backup-Lösung, insbesondere Time Machine, testen wollte und auch mit dem Gedanken spiele, mir irgendwann noch einen Mac mini zuzulegen, gefiel mir dieses miniStack v3-Gehäuse sehr gut. Außerdem die vielfältigen Anschlussformate (USB,Firewire 400 und 800,eSATA) und die Tatsache, dass man das Gehäuse auch "pur" bekommt, also ohne bereits eingebaute Festplatte. So kann man die Größe und Marke der Festplatte nämlich selbst wählen und sie je nach Bedarf durch eine größere ersetzen.

In Europa sieht es mit dem Vertrieb von newertechnology-Produkten scheinbar nicht so toll aus, ich habe nur in Deutschland und Belgien jeweils einen gefunden. Ich habe mich dann aufgrund des besseren Preises für Macupgrade, den belgischen Anbieter entschieden. Die Abwicklung hat auch tadellos funktioniert und nach drei Tagen war das Gehäuse da:



Der Lieferumfang ist übersichtlich, aber komplett: Gehäuse, USB-Kabel, FIrewire800-Kabel, Schrauben und Klebestreifen, Netzteil, amerikanischer Netzstecker (der Händler hat aber zum Glück auch ein europäisches beigelegt).



Die Installation ist einfach: Aluminiumplatte für bessere Hitzeableitung an die Festplatte schrauben, Festplatte dann ins Gehäuse setzen, vom Unterboden des Gehäuses aus festschrauben, SATA- und Netzkabel an die Festplatte stöpseln, Plastikabdeckung des Gehäuses einsetzen und festschnappen lassen – fertig!








Sonntag, Juli 05, 2009

Zwei erhellende Berichte aus Afghanistan

Bin auf zwei interessante Film-Berichte gestoßen, die das Leben und die Arbeit in einem entlegenen Außenposten der Marines in Afghanistan zeigen.

Im ersten Beitrag wird deutlich, dass in Afghanistan Krieg geführt wird, was viele (Politiker) in Deutschland nicht wahrhaben wollen. Außerdem wird gezeigt, dass sich seit dem Vietnamkrieg nicht viel an dem Prinzip geändert hat, dass auch technologisch schlecht ausgerüstete Guerillakämpfer eine hochgerüstete und über alle modernen technischen Aufklärungsmittel verfügende Armee wie die US-amerikanische in Bedrängnis bringen können. Der ernüchternde Realismus dieser Marines vor Ort ist dabei bezeichnend.



Der zweite Beitrag stammt aus dem gleichen Außenposten und zeigt die US-Marines bei ihrer "eigentlichen" Aufgabe (wenn sie ausnahmsweise einmal nicht angegriffen werden):
Die Ausbildung der afghanischen Armee oder das was einmal eine Armee werden soll.

Ich ziehe meinen Hut vor den jungen Soldaten wie Staff Sergeant O'Brien, die in diesem Umfeld einen kühlen Kopf bewahren und versuchen, ihren Auftrag bestmöglich auszuführen. Und dabei motiviert bleiben, obwohl sie offensichtlich den größeren Rahmen der Afghanistan-Mission kritisch reflektieren und ihm eher wenig Aussicht auf Erfolg beimessen.
Traurig, dass ein Großteil ihrer Arbeit umsonst sein wird. Lediglich der ältere afghanische Offizier scheint einen gewissen Berufsethos zu haben, hat aber auch resigniert.
Von derart unmittelbaren Berichten über die Missionen der deutschen Soldaten auf afghanischem Territorium und ihre ungefilterten Aussagen kann man nur träumen.

Wie heißt es so schön: Es ist einfach, einen Krieg zu beginnen. Schwer ist es, ihn zu beenden.
Noch schwerer ist das "nation building" in einem Land wie Afghanistan, das im Grunde noch auf einer Stammesgesellschaft beruht. Und so sind die einfachen Soldaten in der afghanischen Armee junge, oft drogensüchtige Männer, die wegen Missverhaltens aus ihren Dörfern verstoßen wurden...

Freitag, Mai 22, 2009

Zum maßvollen Fleischkonsum

In seinem immer wieder lesenswerten blog "Wohl bekomms" hat Herr Dr. Friedhelm Mühleib anlässlich einer Pressemitteilung der Stadt Gent zu ihrem "Veggiedag" über das Thema "maßvollen Fleischkonsum" geschrieben (Klick auf Post-Titel).
Man muss in der Tat ja nicht einmal einen "radikalen" Wechsel der eigenen Ernährung zum Vegetarismus vollziehen. Allein die Reduzierung der konsumierten Fleischmenge bei gleichzeitiger Erhöhung der Qualität des konsumierten Fleischs wirkt sich gleich mehrfach positiv auf die eigene Person als auch die Umwelt aus. Zum einen lebt man einfach gesünder, sowohl körperlich als auch geistig-moralisch. Zum anderen trägt man dazu bei, die vielfältigen Folgeschäden der Massentierhaltung und der Überfischung der Meere zu reduzieren.
Gerade, wenn man sich als "Genussmensch" bezeichnet bzw. einordnen kann, sollte man sich Gedanken darüber machen, ob es nicht auch hinsichtlich des "Genießens" von Essen konsequenter ist, nur an wenigen Tagen der Woche Fleisch zu konsumieren, dann jedoch nur höchste Qualitäten zu sich zu nehmen.
Wer dies praktisch umsetzt, wird meiner Meinung nach einen sehr positiven Bewusstseinsveränderungsprozess durchlaufen. Wenn das Fleisch in einem Gericht nicht mehr nur eine der verschiedenen Beilagen darstellt, die einfach da sind, sondern das an allen Tagen verzehrte (natürlich auch qualitativ hochwertige und gut zubereitete) Gemüse um eine Facette erweitert, werden sich die geschmacklichen Eigenschaften des Fleischs noch mehr hervorheben und den Genuss maximieren. Diese "Genussmaximierung" wird durch die höhere Qualität des Fleischs noch gesteigert.
Aus gesundheitlicher Sicht sollte man sich bewusst machen, dass Fleisch eher ein Nachrungsergänzungsmittel darstellt. Niemand würde z.B. auf die Idee kommen, sich nur von Mineral- und Vitamintabletten zu ernähren, denn die sind ja "gesund".

Freitag, Mai 15, 2009

Designhotel "Die Träumerei" im Odenwald


Bin gerade bei Marion hearts auf Die Träumerei aufmerksam gemacht worden. Wer würde denken, dass man in Michelstadt im Odenwald so etwas findet. Muss ich mir unbedingt in natura anschauen und zumindest das Café testen oder vielleicht sogar dort übernachten, auch wenn es so nah der Heimat ist. Die Zimmer sind aber zu schön, um dort nicht einmal zu übernachten.

Freitag, April 17, 2009

B&B Mandø


B&B Mandø
Originally uploaded by Carnifex

An Ostern haben wir einen Kurztrip nach Dänemark gemacht. Auf die Insel Mandø genauer gesagt. Viel Auswahl gibt es dort an Unterkünften ja nicht, aber glücklicherweise habe ich mich für das B&B Mandø entschieden. Dieses B&B befindet sich einem erst vor wenigen Jahren aufwendig renovierten Bauernhaus. Die Zimmer im Erdgeschoss sind eigentlich komplett ausgestattete Ferienwohnungen. Die Gestaltung und Ausstattung der Räume ist skandinavisch schlicht und dennoch urgemütlich. Die Küche ist sogar voll mit Geschirr und Kochutensilien ausgestattet. Gefrühstückt haben wir nebenan in der Jugendherberge, einfach, aber reichlich für 50 Kronen pro Person. Wenn man sich selbst etwas mitbringt frühstückt man in der Ferienwohnung schöner.

Mandø an sich war auch sehr interessant. Trotz des Osterwochenendes waren wir, abgesehen von den wenigen Einwohnern, ab dem späten Nachmittag so gut wie allein auf der Insel. Das liegt wohl vor allem an der Tatsache, dass die Insel nur während Ebbe über eine Schotterpiste erreichbar ist. Außerdem gibt es auf der Insel außer der Jugendherbergsküche keine Gastronomie.
Für lange Spaziergänge und zur Vogelbeobachtung in fast vollständiger Ruhe ist die Insel ideal.

B&B Mandø

Samstag, Februar 28, 2009

Frankreich: Die Personalie François Pérol - Reaktion von François Bayrou

Im Vorfeld des Wahlkampfs für die Präsidentenwahl im Jahr 2002 weilte ich in Frankreich und hatte somit die Möglichkeit, den Wahlkampf unmittelbar mitzuerleben. Beinahe hätte ich sogar einer Wahlveranstaltung von François Bayrou beiwohnen können, der damals noch als Kandidat der UDF antrat. Leider wurde die Veranstaltung kurzfristig abgesagt.
Schon damals fiel mir die UDF, die durch Valéry Giscard d’Estaing gegründet wurde, als interessante Facette im französischen Parteienspektrum positiv auf. Gerade um die 2002er Wahl herum befand sich diese Partei auf ihrem Tiefpunkt und war durch interne Richtungskämpfe zerrissen. Erst im Zuge des Wahlkampfs 2007 und durch Bayrous beachtenswerten dritten Platz als Präsidentschaftskandidat - noch vor Jean-Marie Le Pen - erfuhren Bayrou und die von ihm geführte UDF wieder einen deutlichen Aufstieg in der Wählergunst. Nach der Wahl und dem Übertritt einiger UDF-Anhänger in die UMP, führte Bayrou eine Neugründung der Partei durch, die seitdem unter dem Namen Mouvement démocrate auftritt.

In der letzten Woche trat Bayrou als heftiger Kritiker der Ernennung von François Pérol zum Vorstandsvorsitzenden der, unter Führung des Elysées kürzlich fusionierten, Caisses d'Epargne und der Banques Populaires, also in etwa den Pendants der deutschen Sparkassen und Genossenschaftsbanken auf. Pérol ist ein enger Vertrauter und persönlicher Referent von Präsident Nicolas Sarkozy.
Die beiden Banken waren im Zuge der gegenwärtigen Finanzkrise in wirtschaftliche Schwierigkeiten gekommen. François Pérol war als Beauftragter von Nicolas Sarkozy entscheidend daran beteiligt, dass diese beiden genossenschaftlich geführten Banken zu einer Fusion getrieben wurden.
Die Ernennung Pérols erfolgte entgegen aller üblichen Gepflogenheiten und teilweise auch unter Umgehung gesetzlicher Vorgaben.

Hier ein Interview mit François Bayrou zu diesem Sachverhalt:

Montag, Mai 01, 2006

Madsen - Ich halt' es nicht mehr aus - Eine Kritik

Ich habe mich gerade durch das Debütalbum von Madsen gehört... und hoffe dieses Debüt leitet auch schon wieder den Abschied dieser Gruppe ein.

Was muss ich da in vielen "professionellen" Kritiken lesen?
In den Liedern würden "mit unkonkreten Texten sehr konkrete Sachen ausgedrückt."
Mit solch einer Totschlagargumentation kann man jeglichem noch so inhaltsfreien Erguss in Literatur oder Poesie eine Seele einhauchen.

Musikalisch vereinten Madsen "Punk-Rock und Hamburger Schule und mieden traditionelle Rockklischees."
Dafür wildern sie aber um so ungenierter in zeitgenössischen Rockklischees amerikanischer College-, Depri-, NuMetal-Rocker. Aber selbst Linkin Park kann ich ihre herausgeschriene Verzweiflung nicht so richtig abnehmen. Und somit erst recht nicht einer so offensichtlich weichgespülten Produktion, wie dem Madsen Album.

Auf textlicher Ebene kann ich nur sagen: Die bloße Imitation des Gesangsstils von tocotronic und Konsorten und die Verwendung simpelster Schttelreime à la

Durch welche Tür soll ich jetzt gehn',

Oder bleib' ich zwischen ihnen stehn',

Bin ich gebunden ans System (Beachte: Systemkritik! Anm. des Verfassers),

Oder will ich neue Dinge sehn',

Stand immer fest auf zwei Bein'n,

Ging niemals Risiken ein,

Jetzt stehst du neben mir,

Doch du bleibst nich lange hier

stellt noch lange keine Verbindung mit Vertretern der Hamburger Schule her. Auch wenn Vertreter dieser Schule gegenwärtig in einer leichten Krise stecken, auf Schützenhilfe von Madsen können sie wohl doch noch verzichten.

Insgesamt lässt sich das Madsen Album zur Zeit wahrscheinlich nur durch das Machwerk von Tokio Hotel unterbieten. Deren Lied "Schrei" musste ich letzlich hören, welches wohl einen neuen Tiefpunkt in dem Bestreben vieler deutscher Produzenten und Musiker darstellt, Musiktrends aus den USA auf peinlichste und einfallsloseste Weise zu kopieren.