Schon damals fiel mir die UDF, die durch Valéry Giscard d’Estaing gegründet wurde, als interessante Facette im französischen Parteienspektrum positiv auf. Gerade um die 2002er Wahl herum befand sich diese Partei auf ihrem Tiefpunkt und war durch interne Richtungskämpfe zerrissen. Erst im Zuge des Wahlkampfs 2007 und durch Bayrous beachtenswerten dritten Platz als Präsidentschaftskandidat - noch vor Jean-Marie Le Pen - erfuhren Bayrou und die von ihm geführte UDF wieder einen deutlichen Aufstieg in der Wählergunst. Nach der Wahl und dem Übertritt einiger UDF-Anhänger in die UMP, führte Bayrou eine Neugründung der Partei durch, die seitdem unter dem Namen Mouvement démocrate auftritt.
In der letzten Woche trat Bayrou als heftiger Kritiker der Ernennung von François Pérol zum Vorstandsvorsitzenden der, unter Führung des Elysées kürzlich fusionierten, Caisses d'Epargne und der Banques Populaires, also in etwa den Pendants der deutschen Sparkassen und Genossenschaftsbanken auf. Pérol ist ein enger Vertrauter und persönlicher Referent von Präsident Nicolas Sarkozy.
Die beiden Banken waren im Zuge der gegenwärtigen Finanzkrise in wirtschaftliche Schwierigkeiten gekommen. François Pérol war als Beauftragter von Nicolas Sarkozy entscheidend daran beteiligt, dass diese beiden genossenschaftlich geführten Banken zu einer Fusion getrieben wurden.
Die Ernennung Pérols erfolgte entgegen aller üblichen Gepflogenheiten und teilweise auch unter Umgehung gesetzlicher Vorgaben.
Hier ein Interview mit François Bayrou zu diesem Sachverhalt:
Die Ernennung Pérols erfolgte entgegen aller üblichen Gepflogenheiten und teilweise auch unter Umgehung gesetzlicher Vorgaben.
Hier ein Interview mit François Bayrou zu diesem Sachverhalt:

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