Freitag, Mai 22, 2009

Zum maßvollen Fleischkonsum

In seinem immer wieder lesenswerten blog "Wohl bekomms" hat Herr Dr. Friedhelm Mühleib anlässlich einer Pressemitteilung der Stadt Gent zu ihrem "Veggiedag" über das Thema "maßvollen Fleischkonsum" geschrieben (Klick auf Post-Titel).
Man muss in der Tat ja nicht einmal einen "radikalen" Wechsel der eigenen Ernährung zum Vegetarismus vollziehen. Allein die Reduzierung der konsumierten Fleischmenge bei gleichzeitiger Erhöhung der Qualität des konsumierten Fleischs wirkt sich gleich mehrfach positiv auf die eigene Person als auch die Umwelt aus. Zum einen lebt man einfach gesünder, sowohl körperlich als auch geistig-moralisch. Zum anderen trägt man dazu bei, die vielfältigen Folgeschäden der Massentierhaltung und der Überfischung der Meere zu reduzieren.
Gerade, wenn man sich als "Genussmensch" bezeichnet bzw. einordnen kann, sollte man sich Gedanken darüber machen, ob es nicht auch hinsichtlich des "Genießens" von Essen konsequenter ist, nur an wenigen Tagen der Woche Fleisch zu konsumieren, dann jedoch nur höchste Qualitäten zu sich zu nehmen.
Wer dies praktisch umsetzt, wird meiner Meinung nach einen sehr positiven Bewusstseinsveränderungsprozess durchlaufen. Wenn das Fleisch in einem Gericht nicht mehr nur eine der verschiedenen Beilagen darstellt, die einfach da sind, sondern das an allen Tagen verzehrte (natürlich auch qualitativ hochwertige und gut zubereitete) Gemüse um eine Facette erweitert, werden sich die geschmacklichen Eigenschaften des Fleischs noch mehr hervorheben und den Genuss maximieren. Diese "Genussmaximierung" wird durch die höhere Qualität des Fleischs noch gesteigert.
Aus gesundheitlicher Sicht sollte man sich bewusst machen, dass Fleisch eher ein Nachrungsergänzungsmittel darstellt. Niemand würde z.B. auf die Idee kommen, sich nur von Mineral- und Vitamintabletten zu ernähren, denn die sind ja "gesund".

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